Lorant Kornis

Rückblickend überrascht es gar nicht, dass Lorant mit Jurten arbeitet, denn sein ganzes Leben ist er selbst ein Nomade – sozusagen…

Geboren 1964 in Ungarn, wuchs Lorant auf dem Lande auf – umgeben von Tieren und einer nahezu unberührten Natur. Sein Großvater betreute die Bauern von 15 Dörfern, die alle einer Grafschaft zugehörig waren und nahm ihn täglich zu seiner Arbeit – auch auf dem Felde – mit. Als junger Mann verließ er Ungarn und ging nach Kanada, wo er lange Zeit im Yukon lebte und arbeitete. 1993 wurde er kanadischer Staatsbürger. Während seiner Zusammenarbeit mit dem Canadian Wildlife Service, der Abteilung „Erneuerbare Ressourcen“ der Yukon-Regierung sowie den Universitäten von Alberta und British-Columbia fand er sich in den ausschließlich in Feldforschung stattfindenden Projekten den Elementen in allen ihren Erscheinungsformen ausgesetzt: Tag um Tag, Nacht um Nacht.

Nach mehreren Jahren wandte er sich der Organisation und Durchführung von Bergbesteigungs-Projekten in großen Höhen zu. Außerdem leitete er Survival-Trainings im Yukon, bei denen die Teilnehmer lernten, sich ohne technische Hilfsmittel zu orientieren, zu versorgen und einem dem Klima entsprechenden Wetterschutz zu bauen. Mit all diesem war er wieder einmal „draußen unterwegs“.

Wenige Jahre später begann Lorant, mit Pferden zu leben und zu arbeiten. Als professioneller Wrangler war er auf den monatelangen „Horse-Trails“ wieder mit den Elementen konfrontiert. Dabei lernte er alle möglichen Variationen mobiler Behausungen kennen und probierte sie selbst aus: High Tech Pitch Zelte, Wandzelte, Armeezelte und nomadische Jurten, in die er sich schließlich verliebte. Dann, viele Jahre später, traf Lorant Gabor, einen professionellen Jurtenbauer. Die zwei kamen in’s Gespräch, waren sich sympathisch, eins führte zum anderen: Lorant zog von den Canarischen Inseln, wo er einige Jahre lebte, nach Deutschland und gründete „NomadGer, the yurt company“. Lorant ist verantwortlich für die Produktentwicklung, Produktionsleitung und das Qualitätsmanagement. Obwohl Lorant offensichtlich wenig Verbindung zu seinem Heimatland Ungarn hat, faszinierte ihn eines von Jugend an: die traditionelle Kultur der Honoguren und der Ungarn, die Philosophie des Tengri, der naturbezogene Umgang mit Pferden und der nomadische Lebensstil. Diese Faszination und seine von klein auf gemachten Erfahrungen mit einer naturverbundenen Lebensweise waren von Anfang an prägend für ihn, sind es bis heute und werden es, laut Lorant, „immer sein“. Dies alles fließt in NomadGer ein: bei der Auswahl der Lieferanten, der Produkte und den persönlichen Begegnungen mit Jedem, der Lorant auf „Hof Tihamér“ in Beckum besucht.

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